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Die Geschichte des Weihnachtsgebäck

Wie die Zeit vergeht! Gerade noch St. Martin gefeiert und plötzlich sind es nur noch wenige Tage bis Weihnachten. Bei Schmitz & Nittenwilm läuft die Weihnachtsbäckerei schon lange auf Hochtouren. Doch warum heißen Plätzchen, Plätzchen und warum werden sie ausschließlich in der Adventszeit gebacken? Die ganze Geschichte des Weihnachtsgebäck gibt’s hier!

Kein Weihnachtsfest ohne Weihnachtsgebäck

Verschiedene Theorien ranken sich um die vorweihnachtliche Tradition des Plätzchenbackens. Wir haben uns vier von ihnen näher angeschaut:

1. Bei den Kelten: Opfergabe zur Wintersonnenwende

Eine etwas mystische Theorie reicht über 2000 Jahre zurück, in die Zeit der Kelten: In der Nacht der Wintersonnenwende am 21. Dezember, glaubte man, dass Geister die Häuser der Menschen heimsuchen, weil es die längste Nacht des Jahres war. Ab dem 22. Dezember werden die Tage wieder heller und die Kraft der Sonne nimmt wieder zu. Weil man die eigenen Tiere verschonen wollte, brachte man als Opfergabe Tiere aus Teig dar. Auch heutzutage werden viele Plätzchen noch immer in Tierform dargestellt.

2. Im Mittelalter: Almosen für Bedürftige

Um zu dem Ursprung der Tradition zu gelangen, müssen wir historisch eine weite Reise zurück ins Mittelalter machen: Forscher vermuten hier den Beginn der Backtradition, da damals in reichen Klöstern der Geburt Christi gedacht wurde, indem man aufwendige Backwaren hergestellt hatte. Edle Gebäcke wurden um Weihnachten an Bedürftige verteilt, damit auch sie an dem christlichen Fest teilhaben konnten.

3. Im 18. Jhr.: Wie der Platz zum Plätzchen wurde

Aus dem 18. Jahrhundert stammt die jüngste Theorie, welche besagt, dass die kleinen Gebäckstücke, welche gerne von der adligen Gesellschaft zu Kaffee oder Tee gereicht wurden, zur Weihnachtszeit besonders verfeinert wurden. Nüsse, Schokolade oder Marzipan schmückten die kleinen, flachen Kuchen, welche damals in vielen Regionen „Platz“ genannt wurden. Aus Platz wurde Plätzchen, womit wir auch den Ursprung des Namens geklärt hätten.

4. Im 19. Jhr.: Vom Tee- zum Weihnachtsgebäck

Im 19. Jahrhundert schwappte zudem die Teekultur der Briten auf unseren Kontinent und etablierte die Plätzchen fest im Alltag der Deutschen. Interessant ist auch, dass die Österreicher und die Böhmer sich „Neukreationen“, wie zum Beispiel Vanillekipferl, Spitzbuben und Spritz- sowie Buttergebäck ausdachten und sich diese Tradition im gesamten deutschsprachigen Raum verbreitete.

 

Die 4 beliebtesten Sorten Weihnachtsgebäck

1. Spekulatius: Die Gewürzmischung ist alles!

Spekulatius ist eine der bekanntesten Plätzchensorten und zeichnet sich besonders durch seinen trockenen, gelben Mürbeteig mit dem intensiven Geschmack von Kardamom, Gewürznelken und Zimt aus. Angeblich kommt das traditionelle Weihnachtsgebäck aus den Niederlanden und Belgien. Dort isst man übrigens das gesamte Jahr hindurch Spekulatius, ebenso in Indonesien, einer ehemals holländischen Kolonie. 

2. Weihnachten ohne Printen? Undenkbar.

Eine weitere sehr beliebte Weihnachtsplätzchensorte sind die Printen. Man nennt sie auch gerne Leb-, Pfeffer-, Gewürz- oder Honigkuchen.

Ursprünglich waren die Printen als religiöse Gebildbrote im belgischen Dinant als Spezialität „Couques de Dinant“ bekannt. Im 15. Jahrhundert zogen viele Belgier aus politischen und wirtschaftlichen Gründen in die Region um Aachen und brachten die Tradition der Herstellung von Lebkuchenteig mit nach Deutschland. Der Teig aus Mehl, Honig und verschiedenen Gewürzen wurde schon damals in zwei Varianten verarbeitet: zum einen als kompakter Schnittlebkuchen zum anderen als kleine Plätzchen, den sogenannten Printen. Seitdem ist das braune, glänzende Gebäck mit dem herb-süßen Geschmack aus der Weihnachtszeit nicht mehr wegzudenken. Weitere Sorten bei uns: 

3. Zimtsterne – so duftet Weihnachten

Für viele gibt es kein weihnachtlicheres Gebäck als Zimtsterne. Den Ursprung kennt niemand so genau, aber der Zimtstern wurde bereits 1538 das erste Mal schriftlich erwähnt: Kardinal Lorenzo Campeggio servierte das Gebäck angeblich dem deutschen Kaiser Karl V. bei einem Besuch. Allerdings vergingen noch einmal fast 200 Jahre, bis die Zimtsterne in den deutschen Backbüchern zu finden waren, denn damals galt Zimt als das Gewürz der Superreichen. Wie der Zimtstern zu seinem Namen und dem sternförmigen Aussehen gekommen ist? Das ist nicht überliefert, aber höchstwahrscheinlich soll er den Stern von Bethlehem darstellen und deshalb gibt es Zimtsterne auch zu Weihnachten.

4. Weihnachtsstollen in allen Variationen

Die älteste Weihnachtsspezialität ist jedoch der Stollen. Der feste Kuchen aus Hefeteig hat als Hauptbestandteile Butter und Trockenfrüchte und wird auch gerne als Christ- oder Weihnachtsstollen bezeichnet. Als Zusatz kommen häufig besondere Zutaten wie Marzipan, Mohn oder Mandeln  .

In einem Innungsprivileg von 1329 findet sich das älteste Vorkommen des Wortes Stollen. Der Naumburger Bischof Heinrich I. von Grünberg benannte erstmals das Weihnachtsgebäck bei der Gründung der Bäckerinnung: „an des heiligen Crist[us] Abende zwey lange weyssene Brothe, die man Stollen nennet, gemacht von eynem halben Scheffel Weysses vns vnd vnsern Nachkommlingen in unsern Hof gelobt haben verbunden zu geben und zu reichen.“. Es gibt aber auch die Legende, dass der längliche, brotähnliche, mit Puderzucker bestäubte Kuchen das gewickelte Christkind  darstellen soll.

Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit und viel Freude mit unseren Leckereien! Hier finden Sie unser gesamtes Weihnachtsgebäck.

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